Die BKO-Chronik

Chronologische Ereignishistorie des BBK Ostwestfalen

Die Pioniere des Basketballsports in Ostwestfalen waren Helmut Cramer und Ernst Michalowski aus Herford. 1947 übernahm Helmut Cramer bei TG Herford das Training der Handball-Mannschaft und führte als Konditionstraining Basketball ein. Ernst Michalowski unterstützte ihn bei der Einführung der neuen Sportart und spielte Basketball mit den Leichtathleten im Winter. In den ersten Jahren wurden Spiele gegen VfL Herford und VfB Herford ausgetragen, die jedoch mehr Handballspielen auf Körbe glichen. Als Spielgerät dienten zwei wacklige Basketballständer aus Holz, die britische Soldaten gebaut und in der Turnhalle Lübberbruch vergessen hatten.

1950 wurde bei der TG Herford die Basketballabteilung gegründet.

1951 gab es dann das erste offizielle Spiel für TG Herford gegen Eintracht Dortmund.

Bald zogen andere Vereine nach und gründeten Basketball-Abteilungen: Union 08 Herford und BTW Bünde. Es folgten der CVJM Bielefeld, Bünde 08 und drei Gymnasien in Bielefeld, Lemgo und Bad Salzuflen beteiligten sich mit am Spielbetrieb.

Um regional einen geordneten Spielbetrieb zu organisieren, wurde es notwendig, einen Kreisverband zu gründen. Die beteiligten Vereine trafen sich am 08.09.1956 im Herforder Jugendheim zu ihrem ersten Kreistag vom Basketballkreis Ostwestfalen-Lippe und wählten einen Vorstand. Das Gründungsprotokoll ging am 10. Oktober zum WBV. Dieses Datum sehen wir als Gründungsdatum an. Erster Vorsitzender wurde Wilfried Griese von der TG Herford.

Das Kreisgebiet umfasste damals den heutigen Kreis Ostwestfalen, den Basketballkreis Paderborn und das Gebiet Hellweg vom jetzigen Kreis Unna/Soest.

In Bielefeld gründete sich 1957 der 1. Bielefelder Basketball-Club (1. BCB), der 1976 als Abteilung in den PSV Bielefeld übernommen wurde.

Bei dem Verein SG Bünde 08, eigentlich ein Fußballverein, entwickelte sich unter Fritz Knoll Ende der 50er, Anfang der 60er Jahre eine starke Damenmannschaft, die in der WBV-Oberliga, damals höchste Spielklasse, mitspielte und auch an den Deutschen Meisterschaften teilnahm. Leider löste sich diese Mannschaft aus Mangel an Nachwuchs wieder auf.

Fritz Knoll war 9 Jahre Kreisvorsitzender (1960-1969) und 4 Jahre (1964-1968) 1. Vorsitzender des WBV.

Im Kreisvorsitz folgte 1969 für zwei Jahre Helmut Klein, der dann von Manfred Wolff (TG Herford) abgelöst wurde. Manfred Wolff war von 1971 bis 1981 1.Vorsitzender und davor schon seit 1961 als Sportwart im Kreisvorstand tätig.

Mit wachsender Anzahl der Vereine und spielenden Mannschaften wurde 1972 der damalige Kreis Ostwestfalen-Lippe aufgeteilt. Das Gebiet Lippe-Paderborn wurde abgetrennt und zu dem eigenständigen Basketballkreis Paderborn, die Region Hellweg kam zum Kreis Unna/Soest.

Das verkleinerte Gebiet hieß jetzt Basketballkreis Ostwestfalen und umfasste die Kreise Gütersloh, Herford, Minden-Lübbecke, die Stadt Bielefeld und den ehemaligen Kreis Detmold.

1973 wurde die Basketballabteilung bei der SVB, 1974 bei den Sportfreunden Sennestadt gegründet, Initiator war der Sportlehrer Hans-Dieter Bergmeier vom Brackweder Gymnasium.

1976 holte Hans-Dieter Bergmeier die Ausrichtung des Bundesjugendtreffens des DBB nach Sennestadt, eine hochkarätige Turnierveranstaltung mit 21 Auswahlmannschaften aller Landesverbände. 300 Aktive und Betreuer nahmen an dem Turnier teil.

1981, 25 Jahre nach der Kreisgründung, gehörten 16 Vereine dem Kreis an. Es spielten 41 Seniorenmannschaften (Kreis und WBV) und 55 Jugendmannschaften (Kreis).

In diesem Jahr übernahm Harry Holtfreter den Vorsitz des Kreises. Seit 1965 wurde durch sein Engagement im TVE Bielefeld (später TSVE) Basketball gespielt und Harry war Abteilungsleiter, Trainer, Schiedsrichter und seit 1971 schon als Frauenwart im Kreisvorstand aktiv.

Zur Saison 1985/86 gab es eine Neuerung: Die Drei-Punkte-Linie wurde für alle Ligen verbindlich eingeführt.

1987 wurden die Vereine 50101 bis 50105 vom ehemaligen Kreis Detmold: SuS Lage, BC Leopoldshöhe, TV Lemgo, TSV Oerlinghausen und der TV Detmold dem Kreis Paderborn zugeteilt, da die politischen Kreise seit der Neugliederung des Verbandsgebietes auch für die Abgrenzung der Basketballkreise maßgebend waren.

Der bis dahin jährlich abgehaltene Kreistag wurde 1989 dem WBV-Rhythmus angepasst und fand alle zwei Jahre nach dem Verbandstag statt. Für nicht teilnehmende Vereine wurde ein Bußgeld von 30,- eingeführt.

1993 tauschten Gerda Hogt und Harry Holtfreter die Ämter. Gerda Hogt wurde 1. Vorsitzende, Harry Holtfreter übernahm bis 2005 das Amt des 2. Vorsitzenden.

Die spektakuläre Vorstellung des amerikanischen Dreamteams bei Olympia 1992 und der Gewinn der Europameisterschaft der deutschen Nationalmannschaft 1993 war für viele Jugendliche ein Anreiz, Basketball zu spielen. Das zeigte sich durch Abteilungsgründungen bei acht neuen Mitgliedsvereinen in den Jahren 1994/95 und 122 Mannschaften, davon 68 Jugendmannschaften in der Saison 1995/96.

Durch neue Trendsportarten, fehlende Hallenzeiten, Übungsleiter und Schiedsrichter gingen die Mannschaftszahlen wieder zurück.

Volker Pommerening, seit 1975 Jugendwart, schied 1997 aus dem Vorstand aus.

Siegfried Berger, Kassenwart des Kreises und 1965 Mitbegründer der Basketballabteilung bei der DJK Herford, gab sein Amt 2001 nach 30jähriger Tätigkeit ab.

2002 fand ein außerordentlicher Kreistag statt. Eine neue Satzung wurde erstellt und der Kreis eingetragener Verein im Vereinsregister des Amtsgerichts Bielefeld.

Harry Holtfreter verabschiedete sich 2005 aus dem Vorstand, dem er seit 1971 angehörte (1971-1981 Frauenwart, bis 1993 1. Vorsitzender, bis 2005 2. Vorsitzender) und wurde für seine außergewöhnlichen Verdienste zum Ehrenmitglied des Kreises ernannt.

2006, zum 50jährigen Kreisjubiläum, gehörten 26 Vereine mit 109 Mannschaften, davon 59 im Jugendbereich, dem Kreis an.

Das Jubiläum wurde im Gründungsort Herford mit Vertretern der Stadt, des Sports, ehemaligen und amtierenden Vorstandsmitgliedern, Abteilungsleitern der Vereine, Vertretern der Nachbarkreise und Ehrengästen, die sich um den Basketballsport in OW verdient gemacht hatten, gefeiert.

2010 fand ein außerordentlicher Kreistag statt, da durch Satzungsänderungen beim WBV auch Änderungen in der Kreissatzung erforderlich wurden. Die Vorstandsämter wurden reduziert, ein Rechtsausschuss mit Vorsitzendem gewählt.

Frieder Allersmeier übernahm den Vorsitz des Rechtsauschusses und schied damit nach fast 40 Jahren Mitarbeit (1970-1972 Schiedsrichter- Lehr- und Pressewart, 1975-2005 Sport- und Pressewart, 2005-2010 Rechtswart) aus dem Kreisvorstand aus.

2013 gibt es im Kreis 27 Mitgliedsvereine mit 104 Mannschaften: H 38 davon KL 18, D 14 davon KL 5, männliche Jugend 39 davon KL 26, weibliche Jugend 13 davon KL 8.